Augen auf bei der Wahl eines Trägers

Unter den zahllosen Angeboten für Freiwilligendienste gibt es Gott sei Dank nur wenig wirklich schwarze Schafe, die nur hinter dem schnellen Geld durch das Verkaufen nutzloser Adressen her sind. Daneben aber  lauern weitere Fallstricke, die auf den ersten Blick nicht so offensichtlich sind, die Qualität des erlebten Freiwilligendienstes aber auf längere Sicht erheblich schmälern können.

Wir haben deshalb sechs Punkte zusammengetragen, auf die man bei der Wahl des Freiwilligendienstes achten sollte. Sie sollen ein Wegweiser sein, damit die Entscheidung für ein Jahr FSJ oder BFD in eine gewinnbringende und gute Erfahrung mündet.

Worauf Sie bei der Bewerbung für einen Freiwilligendienst achten sollten…

1. Ein seriöser Träger verlangt kein Geld von Ihnen! Weder eine Bearbeitungspauschale, noch für die Vermittlung einer Einsatzstelle oder gar den bloßen  Zugang zu einer Adressdatenbank . Sollen Sie zur Kasse gebeten werden: Finger weg!


2. Ein seriöser Träger will Sie kennenlernen! Wenn Sie nur eine Adresse für Ihre Einsatzstelle gesendet bekommen oder aber telefonisch zugewiesen werden sollen, dann sollten Sie misstrauisch werden. Denn: Wer so leichtfertig die Adressen von Einsatzstellen an praktisch Fremde herausgibt, der geht auch ähnlich lax mit seinen Freiwilligen um.


3. Das Bewerbungs- oder Orientierungsgespräch ist wichtig, um mit Ihnen gemeinsam herauszufinden, was zu Ihnen passt und ob Ihre Vorauswahl realistisch ist. Und Kita ist nicht immer gleich Kita. Ein guter Träger kennt die Besonderheiten seiner Einsatzstellen und was es braucht, um dort einen gelungenen Freiwilligendienst zu absolvieren. Die Zugangsvoraussetzungen zum Freiwilligendienst sollten geprüft sein (Berufsschulpflicht, Altersgrenzen, …) Zudem ist das Kennenlernen ernst gemeint – auch Sie sollten sich ein Bild über den Träger machen können – denn den ersten Eindruck kann man halt nicht wiederholen!!!!


4. Bei einem seriösen Träger kaufen Sie nicht die Katze im Sack! Schnuppertage sind unerlässlich, um eine endgültige Entscheidung zu treffen, ob die Einsatzstelle und Sie zusammenpassen. Schließlich verbringen Sie gemeinsam ein ganzes Jahr miteinander.


5. Ein seriöser Träger stellt Ihnen alle relevanten Informationen für den Freiwilligendienst bei ihm vorab zur Verfügung. Nicht nur was die Höhe  der Aufwandsentschädigung, den Urlaubsanspruch oder beizubringende Unterlagen angeht, wichtig ist darüber hinaus wie er ihre Begleitung organisiert oder seinem gesetzlichen Auftrag des persönlichen Bildungsjahres gerecht wird. Informieren Sie sich im Vorfeld über den Träger! Gibt es ein Konzept? Wie ausführlich beschreibt er das Freiwilligenjahr auf seiner Internetseite? Gibt es Erfahrungsberichte anderer Freiwilliger?


6. Ein seriöser Träger nimmt Ihre persönliche Begleitung während des Freiwilligendiensts ernst! Klar, am Anfang scheint es das Wichtigste zu sein, ob der Träger Ihre gewünschte Einsatzstelle anbieten kann. Doch das ist nur der Anfang! Wie gut werde ich vor Ort eingeführt? Wer hilft mir bei Problemen? Was ist, wenn ich Konflikte auf der Einsatzstelle habe? Mich über- oder unterfordert fühle? Schaut jemand darauf, ob ich ausgenutzt werde und steht mir im Zweifel bei?  Ein seriöser Träger benennt konkret wer Sie wie begleitet, bereits schon im Bewerbungs- und Zuweisungsverfahren. Die Begleitung fängt bei einem seriösen Träger mit dem Erstkontakt an – prüfen Sie sehr genau, was Ihnen die Träger hierzu bieten und konkret benennen können!


Jetzt für einen Inlandsdienst bewerben!

Sie möchten sich für ein FSJ oder einen BFD bewerben? Beide Dienste beginnen im August jeden Jahres. Eine Bewerbungsfrist gibt es nicht, darum heißt es schnell sein. Beginn für die halbjährigen Freiwilligendienste im FSJ oder im BFD ist der Februar. Wie Sie sich bewerben können, erfahren Sie hier.