Geschichte

1961 Wird die Arbeitsgemeinschaft „Jahr für den Nächsten“ der Frauenjugend im Bistum Aachen gegründet. Im Frühjahr beginnen neun junge Frauen ihren Freiwilligen Sozialen Jahresdienst in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen und erhalten dafür ein monatliches Taschengeld von 50 DM.

1964 Wird das Gesetz zur Förderung eines Freiwilligen Sozialen Jahres verabschiedet.

1965 Bis zum Frühjahr 65 haben insgesamt 70 junge Frauen ein Freiwilliges Soziales Jahr in Krankenhäusern, Altenheimen und Kinderdörfern geleistet. Im selben Jahr wird auch das Taschengeld von 50 auf 80 DM erhöht.

1966 1.200 Helferinnen der katholischen und evangelischen Kirche treffen in der Dortmunder Westfalenhalle zusammen unter dem Motto „Keiner kommt zu kurz“.

1968 Das Taschengeld wird auf 100 DM erhöht. Der erste Mann beginnt im Bistum Aachen seinen Freiwilligen Sozialen Jahresdienst.

1969 Da die Teilnehmerzahlen zurückgehen, wird verstärkt Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Trotzdem nehmen zwischen 1969 und 1972 nur zwischen zwei und sieben junge Frauen teil, und das Freiwillige Soziale Jahr muss in Kooperation mit anderen Bistümer stattfinden

1971 Zusammenschluss der Freiwilligen Sozialen Dienste der beiden Kirchen zur Landesarbeitsgemeinschaft Intertat mit dem Slogan „Statt viele Worte eine Tat“ – „spring raus, spring rein, ergreif die Initiative“.

1974 Die Arbeitsgemeinschaft heißt nun „Arbeitsgemeinschaft Freiwillige Soziale Dienste der katholischen Jugend im Bistum Aachen“.

1975 Das Taschengeld wird auf 150 DM erhöht. Anzeigen mit Slogans wie „Mach mal Pause, geh mal helfen“, „Köpfchen zwecklos ohne Händchen“, „spring raus, spring rein, ergreif die Initiative“ zeigen Wirkung, das Interesse der Jugendlichen am Freiwilligen Sozialen Jahr steigt.

1983 70 Jugendliche und junge Erwachsene haben sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden, nicht alle BewerberInnnen konnten vermittelt werden.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch, Politiker entdecken das FSJ neu und versuchen es als Maßnahme gegen Jugendarbeitslosigkeit zu instrumentalisieren.

Es gibt auch noch andere Vereinnahmungstendenzen durch die Politik, denn der Bedarf an Pflegekräften ist groß und die jungen Freiwilligen werden als billige Arbeitskräfte gebraucht.

1983 Wegen der hohen Anmeldezahlen wird eine hauptamtliche Kraft eingestellt.

1984 20jähriges Jubiläum des Freiwilligen Sozialen Jahres. Das Fest wird mit 180 Ehemaligen gefeiert.

1986 Das Taschengeld wird auf 200 DM erhöht

1987 Die Arbeitsgemeinschaft Freiwillige Soziale Dienste e.V. wird selbständig. Der Verein verfügt nun über einen eigenen Stellenplan mit einer Stellenleiterin und zwei pädagogischen Mitarbeiterinnen.

1990 In dem Buch „Gegenwelten“ werden Geschichte, Erfahrungen und Perspektiven des Freiwilligen Sozialen Jahres dargestellt und durch persönliche Berichte von Freiwilligen ergänzt.

1990 Die Arbeitsgemeinschaft Freiwillige Soziale Dienste e.V. ist Mitträgerin des Pilotprojektes „Soziale Dienste im Ausland“ des Bundesvorstandes BDKJ. Eine Helferin beginnt ihren sozialen Dienst in Spanien.

1991 Das Jubiläumsfest „30 Jahre Freiwilliges Soziales Jahr im Bistum Aachen“ wird gefeiert.

1991 Das Gesetz zur Förderung des FSJ wird geändert: Als Altersgrenze gelten nun 27 Jahre, ein FSJ kann auch im Ausland absolviert werden, zum Freiwilligen Sozialen Jahr gehören 25 Bildungstage, es gibt künftig auch ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ).

1993 Erste bundesweite Großveranstaltung der katholischen Träger des FSJ. Es geht darum die HelferInnen zu würdigen, sich gegenüber anderen Trägern abzugrenzen und Öffentlichkeitsarbeit für das FSJ zu machen.

1994 Das Netzwerk „Sozialer Dienst für Frieden und Versöhnung im Bistum Aachen (SDFV)“ wird gegründet.

1995 Die Nachfrage nach FSJ-Plätzen steigt, 400 Anfragen stehen 55 zu vergebende Plätze gegenüber. Erstmalig wird in Europa der Internationale Freiwilligentag begangen.

1998 Das Taschengeld wird auf 300 DM erhöht.

2001 „Jeder Einsatz gewinnt“ heißt das neue Motto für die Öffentlichkeitsarbeit.

2002 Das Zivildienstgesetzt wird geändert. Nun können wehrpflichtige Männer auch ein FSJ statt des Zivildienstes leisten. Das Taschengeld wird auf 160 Euro umgestellt.

2003 Einführung des „FSJ für ein halbes Jahr“, zunächst als Modellprojekt.

2004 Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligendienste, die AG FSD e.V. und der SDFV (Sozialer Dienst für Frieden und Versöhnung) sind Gründungsmitglieder.

2006 Das FSJ für ein halbes Jahr gehört fest zum Angebot. Gleichzeitig beginnt das begleitende Praktikum. Wegen der steigenden Nachfrage nach FSJ-Plätzen wird gemeinsam mit den Einsatzstellen ein Angebot zur Begleitung von PraktikantInnen entwickelt. Außerdem wird allen FSJlern eine einheitliche Pauschale von 350 Euro für Taschengeld, Verpflegungs- und Fahrtkostenzuschuss gezahlt.

2007 Erstmals starten 100 Freiwillige mit ihrem Sozialen Jahr.

2009 Mit einer groß angelegten Potentialanalyse wird festgestellt, dass die Qualität der Bildungsarbeit sehr hoch ist, alle Beteiligten mit sehr viel Engagement dabei sind, und Kommunikationsstrukturen und Abläufe sich noch verbessern lassen.

2010 Die Gruppengröße in den Kurswochen wird von 25 auf 20 TeilnehmerInnen gesenkt, die Teams werden von vier auf fünf aufgestockt.

2010 Wegen der Aussetzung der Wehrpflicht wird der Ausbau der Plätze auf 140 im Jahr erhöht. Der Name der AG FSD wird in „Freiwillige Soziale Dienste im Bistum Aachen e.V.“ geändert.

2011 50jähriges Jubiläum der Freiwilligen Sozialen Dienste im Bistum Aachen.


Jetzt für einen Inlandsdienst bewerben!

Sie möchten sich für ein FSJ oder einen BFD bewerben? Beide Dienste beginnen im September jeden Jahres. Eine Bewerbungsfrist gibt es nicht, darum heißt es schnell sein. Beginn für die halbjährigen Freiwilligendienste im FSJ oder im BFD ist der Februar. Wie Sie sich bewerben können, erfahren Sie hier.

Jetzt für ein Auslandsjahr bewerben!

Bewerbungsschluss für die einzelnen Projekte liegt zwischen dem 15. Oktober und dem 30. Januar jeden Jahres. Das heißt, dass Sie sich in der Regel bis zu einem dreiviertel Jahr vor dem gewünschten Einsatztermin bewerben müssen.